FREQUENTLY ASKED QUESTIONS

WAS IST LETTERPRESS?

Letterpress ist das englische Wort für die moderne Interpretation des klassischen Buchdruckes. Letterpress zählt zu den Hochdruckverfahren. 
Der Unterschied zur herkömmlichen Form besteht darin, dass die Lettern tiefer als gewöhnlich in das meist voluminöse Baumwollpapier abgedruckt werden. Einfärbung und Prägung sind in einem Arbeitsgang möglich. Somit lässt sich der Druck auch erfühlen und es ergibt sich ein mittels Offset- und Digitaldruck nicht mögliches, einzigartiges haptisches Erlebnis. 
Der enorme Druck von bis zu vierzig Tonnen würde Blei- und Holzlettern, die 500 Jahre das Mittel der Wahl waren, sehr schnell unbrauchbar machen, deshalb wird heute meist mit Druckformen (Klischees) aus Magnesium, Messing oder Photopolymer gearbeitet. Damit ist man auch nicht mehr auf die in Blei oder Holz vorliegenden Schriften und Motive beschränkt.

WOMIT WERDEN LETTERPRESS-DRUCKE ERZEUGT?

Wir arbeiten mit Buchdruckmaschienen, deren Konstruktion auf das frühe 20. Jahrhundert zurückgeht. 
Diese Maschinen beindrucken durch ihre archaische Ästhetik und die unverwüstliche Machart.

WAS KOSTEN LETTERPRESS-DRUCKE?

Letterpress-Drucke sind Maßanfertigungen.
Handwerkliches Know-how, Erfahrung und richtige Materialabstimmung sind maßgeblich für ein gelungenes Ergebnis. 
Preise sind von mehreren Faktoren abhängig: Anzahl der Farben, Papier und Grammatur, Format, Stückzahl, Konfektionierung, Finishing, etc.
Wir kalkulieren jede Produktion individuell.

WELCHES MATERIAL IST GEEIGNET?

Naturpapiere mit matten Oberflächen und Grammaturen über 300g sind eine gute Wahl.
Gestrichene, glänzende Papiersorten sind ein „NoGo“.
Um alle Sinne anzusprechen eignen sich 100% Baumwollpapiere mit bis zu 600g am Besten, diese verkraften den hohen Druck ohne zu brechen und liefern „eindrucksvolle“ Resultate.
Als günstige, aber nicht wenig charmante Papieralternativen sind auch Graupappe und div. Recyclingkartons geeignet.

WELCHE FARBEN SIND MÖGLICH?

Gearbeitet wird nicht mit Prozessfarben (CMYK), sondern mit Schmukfarben (Pantone Uncoated).
Die Anzahl der verwendeten Farben ist ein wesentlicher Preisfaktor. Für jede Farbe auf jeder Seite ist eine eigene Druckform und ein separater Maschinendurchlauf notwendig.
Tipp: Einfarbige Prägedrucke, gelungene, letterpress-adäquate Gestaltung vorausgesetzt, bestechen mit puristischer Eleganz und sind vergleichsweise günstig.

SIND HELLE FARBEN AUF DUNKLEM MATERIAL MÖGLICH? 

Die verwendeten Druckfarben sind lasierend, d.h. helle Farben auf dunkleren Papiertönen erscheinen (je nach Papierfarbe) leicht abgedunkelt bis kaum sichtbar, z.B. ist ein gelber Druck auf grünem Karton so gut wie unsichtbar. Pastell- oder Weißtöne auf schwarzem Material sind nur mittels Heissfolienprägung umsetzbar.
Bei Gold- oder Silberfarbe sieht die Sache anders aus, diese ist weitgehend deckend und daher auch auf schwarzem Material gut anwendbar. 

IST DER DRUCK GRÖSSERER FARBFLÄCHEN EMPFEHLENSWERT?

Farbflächen (einschließlich großer, fetter Typo) fallen im Buchdruck (je nach Papierwahl) mehr oder weniger „wolkig“ aus. Das Farbauftragsvermögen der Maschinen ist eingeschränkt. Als Stilmittel o.k. ansonsten nicht zu empfehlen.

WAS IST EINE HEISSFOLIENPRÄGUNG?

Bei der Heissfolienprägung wird die Transferschicht einer Folie durch Hitze und Druck auf das Material übertragen. Die erhabenen Stellen des Prägestempels treten mit der Prägefolie in Kontakt und die optisch wirksame Schicht löst sich. Die Heissfolienprägung ist deckend. Die Kosten fallen dabei höher als beim Prägedruck aus, da die Formenherstellung wesentlich aufwändiger ist.
Achtung: Schriftgröße min. 15 Punkt, Linenstärke min. 1Punkt

WAS IST EIN FARBSCHNITT?

Beim Farbschnitt werden die Schnittkanten der Drucke manuell eingefärbt.
Eine wirkungsvolle Veredelung bei Visitenkarten mit hoher Papiergrammatur oder ein dezentes Detail bei Drucken mit weniger Papiergewicht.
Achtung: Bei abfallenden Motiven ist ein Farbschnitt nicht möglich.

WAS IST BEI DER ERSTELLUNG DER DRUCKDATEN ZU BEACHTEN?

Druckdaten bitte immer als PDF mit Schnittmarken.
Schriften und Motive müssen vor dem schreiben des PDF in Pfade und Flächen umgewandelt sein.
Daten, ungeachtet der zu druckenden Farbe, in schwarz anlegen (K aus CMYK).
Zusätzliches Ansichts-PDF mit Farbangaben in Pantone-U.
Bei abfallenden Motiven bitte 3mm Beschnittzugabe. 
Ausserdem: 
Schriften sollten nicht kleiner als 7-8 Punkt (bei extremen Light-Fonts 9-10 Punkt) sein.
Die Laufweite der Schrift nicht zu eng wählen.
Linien sollten nicht dünner als 0,3 Punkt sein, bei negativen Linien mindestens 0,5 Punkt.
Bei Heissfolienprägung gelten mindestens die doppelten Werte. 

 

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